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Nebenkosten Wohnungskauf

Beim Kauf einer Wohnung fallen Nebenkosten an, die vor dem Kauf exakt kalkulierbar sind. Die  Nebenkosten werden zum Großteil prozentuell berechnet und unterscheiden sich von Wohnung zu Wohnung.

Die Nebenkosten umfassen:

  • Kaufnebenkosten – Kosten für die Abwicklung des Kaufs
  • Finanzierungsnebenkosten  – Kosten für die Kreditfinanzierung

Kaufnebenkosten

In der Regel sind die Kaufnebenkosten transparent im Kaufvertrag der Eigentumswohnung aufgelistet. Bei den Kaufnebenkosten gibt es Positionen, bei denen die Höhe der Kosten immer  gleich berechnet werden und Positionen, die sich von von Neubauprojekt zu Neubauprojekt unterscheiden. Für die Kaufnebenkosten müssen Sie zwischen 6,6 und 11,6% des Kaufpreises einberechnen.
Folgende Kaufnebenkosten werden immer gleich berechnet:

3,5% Grunderwerbsteuer

Beim Erwerb einer Wohnung fallen 3,5% Grunderwerbsteuer vom vereinbarten Kaufpreis an. Es handelt sich dabei um eine Abgabe an den Bund und die Gemeinden. Üblicherweise wird im Kaufvertrag vereinbart, dass der Käufer die Grunderwerbsteuer und die Eintragungsgebühr übernimmt.

1,1% Eintragungsgebühr

Die Eintragungsgebühr beträgt 1,1% des Kaufpreises der Wohnung und fällt ebenso beim Erwerb einer Wohnung an. Unter der Eintragungsgebühr versteht man jene Gebühr, die aufgrund der Eintragung des Käufers im Grundbuch (Verbücherung) anfällt. Gleichzeitig wird vom Gericht eine Eingabegebühr in der Höhe von 44 Euro für das Grundbuchsgesuch vorgeschrieben.
Die Grunderwerbsteuer und die Eintragungsgebühr werden gemeinsam mit dem Kaufpreis an den Treuhänder überwiesen. Dieser führt die Steuer bzw. die Gebühr direkt ans Finanzamt ab.
Folgende Kaufnebenkosten unterscheiden sich von Neubauprojekt zu Neubauprojekt:

1-3% Vertragserrichtung

Die Kosten für die Vertragserrichtung betragen ca. 1-3% des Kaufpreises. Darunter sind jene Kosten zu verstehen, die  für die Errichtung des Kaufvertrags  durch den Rechtsanwalt bzw. die Rechtsabteilung des Bauherren anfallen. Die Kosten für die Vertragserrichtung sind beim beim Einzelabverkauf des Neubauprojektes in der Regel nicht verhandelbar.

1% Treuhandschaft

Achten Sie darauf, dass im Kaufvertrag zu Ihrer Sicherheit ein Treuhänder vereinbart wird. Für die Treuhandschaft sind ca. 1% des Kaufpreises einzukalkulieren. Ein Treuhänder dient als Mittelsmann zwischen Verkäufer und Käufer. Er nimmt den Kaufpreis vom Käufer entgegen und zahlt Ihn gem. dem Bauträgervertragsgesetz an den Verkäufer aus. So kann der Käufer sicher gehen, dass der Kaufpreis erst fließt, wenn das Eigentumsrecht zugunsten des Käufers im Grundbuch einverleibt wurde. Die Treuhandschaft kann von einem Notar oder einem Treuhänder übernommen werden. Es ist durchaus auch üblich, dass der Vertragserrichter mit der Treuhandschaft beauftragt wird.

3% Maklerhonorar (+20% USt)

Bei Vermittlung einer Wohnung über einen Makler kann eine Provision fällig werden. Bauträger verkaufen in der Regel provisionsfrei. Ebenso ist zu beachten, dass Makler Wohnungen eines Neubauprojekts auch teilweise provisionsfrei für den Käufer anbieten. Sollte aufgrund des Kaufs einer Wohnung eine Provision anfallen, beträgt diese überlicherweise 3% des Kaufpreises zuzüglich 20% Umsatzsteuer (auf die 3% des Kaufpreises). Eine Provision wird nur fällig, wenn auf diese ausdrücklich hingewiesen wurde bzw. im Kaufvertrag vereinbart wurde

Beglaubigungskosten

Die Beglaubigungskosten sind abhängig von der Höhe des Kaufpreises und werden in Notarstarifgesetz vereinbart. Es fallen sowohl Kosten für die Beglaubigung des Kaufvertrags sowie für die Beglaubigung der Treuhandvereinbarung an.

Finanzierungsnebenkosten

1,2% Eintragungsgebühr Pfandrecht

Die Pfandeintragungsgebühr beträgt 1,2% des Pfandbetrags und wird vom zuständigen Gericht vorgeschrieben.. Unter dem Pfandbetrag ist jener Betrag zu verstehen, der als Kredit von der Bank aufgenommen wird zuzüglich Nebenforderungen (Zinsen, Verzugs- und Zinseszinsen, Rechtsanwaltskosten, Exekutionskosten etc.), die sichergestellt werden müssen. Das Pfandrecht wird als Sicherheit für die Bank im C-Blatt des Grundbuchs eintgeragen bzw. in Form einer Pfandrechtsurkunde im Grundbuch hinterlegt.

Beglaubigungskosten

Die Pfandrechtsurkunde muss notariell beglaubigt werden. Die Höhe der Beglaubigungskosten ist wieder abhängig von der Höhe des Kaufpreises.

Bearbeitungsgebühr

Unter der Bearbeitungsgebühr ist jene Gebühr zu verstehen, die die Bank im Zuge der Abwicklung des Kredites dem Kreditnehmer vorschreibt. Hierunter fällt nicht nur die organisatorische Abwicklung, sondern auch eine interne Immobilienbewertung  des Kaufgegenstandes.
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